Ṣawt al-Ḥaqq - Kenne die Wahrheit, dann erkennst du ihre Leute.

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Welchen Taten sollte der Vorzug gegeben werden? – Shaykh ibn ‘Uṯaymīn

Veröffentlicht von صوت الحق am 2. Februar 2012
Posted in: Fatāwā. Hinterlasse einen Kommentar

Welchen Taten sollte der Vorzug gegeben werden?

Frage:

Einige der Šabāb sind irritiert, welchem der folgenden (Dinge) sie den Vorzug geben sollten: Dem Wissen, der Da’wa oder dem  Ǧihād auf Allāhs Weg? Mit welcher dieser Angelegenheiten sollte man beginnen?

Antwort:

Was das Streben nach Wissen und das Ausführen der Da’wa angeht, so besteht kein Widerspruch zwischen beiden: Man kann beides kombinieren, indem man ein Student des Wissens und ein Dā’ī [1] zum Wege Allāhs (subḥānahu wa-taʿālā) zur gleichen Zeit ist.
Vielmehr muss jeder Student des Wissens ein Dā’ī zum Wege Allāhs (subḥānahu wa-taʿālā) sein, denn eine der Früchte des Wissens ist, es anderen zu übermitteln.

Der Prophet (ṣallā ʾllāhu ʿalayhi wa-sallama) sagte:

„Übermittelt von mir, selbst wenn es nur ein Vers ist.“

Wenn du das islamische Urteil in (nur) einer einzigen Angelegenheit kennst, so lade andere zum Wege Allāhs (subḥānahu wa-taʿālā) ein, indem du es ihnen beibringst.

Was das Prioritätgeben des Ǧihād vor dem Streben nach Wissen angeht oder das Streben nach Wissen vor dem Ǧihād, so hängt dies

erstens: von den Urteilen für beides in einer bestimmten Situation

und

zweitens: von wem (genau) wir hier reden, ab.

Lasst uns den ersten Fall behandeln:

Wenn das Streben nach Wissen in einer speziellen Situation verpflichtend ist, während der Ǧihād Farḍ Kifāya [2] ist, so muss man dem Streben nach Wissen Vorzug geben, denn der verpflichtenden Tat wird Vorzug vor der freiwilligen Tat gegeben. Aber, wenn auf der anderen Seite der Ǧihād in einer speziellen Situation verpflichtend ist und das Streben nach Wissen Farḍ Kifāya ist, dann muss aus demselben Grund dem Ǧihād der Vorzug gegeben werden.

Was ist, wenn beides, das Streben nach Wissen und der Ǧihād, entweder verpflichtende Taten oder beides freiwillige Taten sind?

Dies führt uns zum zweiten Fall:

Im Falle einiger Leute, so sagen wir, dass es besser für sie ist dem Ǧihād den Vorzug zu geben und für andere sagen wir, dass es besser ist, dem Streben nach Wissen den Vorzug zu geben.
Stellt euch einen Mann vor, der kein starker Student des Wissens ist, der ein schwaches Verständnis und ein schlechtes Erinnerungsvermögen hat. Wenn er, auf der anderen Seite, einen kräftigen Körperbau hat, er tapfer ist und wenn er weiß, wie man im Krieg kämpft, dann sagen wir natürlich zu ihm: „Ǧihād ist besser für dich.“

Und wenn jemand im gegenteiligen Zustand ist, er einen schwachen Körperbau hat und keine Ahnung, wie er zu kämpfen hat, aber bezüglich des (islamischen) Wissens  ist er intelligent, hat ein starkes Erinnerungsvermögen und Verständnis und die Fähigkeit zum Ableiten und Schlussfolgern, so sagen wir zu ihm: „Das Streben nach Wissen ist besser für dich.“

Dadurch wird ein allgemeines Prinzip ausgedrückt; für jede Situation gibt es Worte und Taten, die am ehesten dafür geeignet sind.

Um zusammenzufassen: Wir sagten, dass das Streben nach Wissen und das Ausführen von Da’wa nicht im Widerspruch stehen, da die Da’wa eine Frucht des Strebens nach Wissen ist und das Kombinieren von beidem deutet die Vollständigkeit im Wissens einer Person an.

Was das Wissen und den Ǧihād angeht, so sagten wir, dass es zwei Fälle gibt, welche zuerst betrachtet werden müssen.
Erstens, die Urteile für beides zu einer bestimmten Zeit:
Wenn eins von beiden Farḍ ‘Ayn [3] ist, während das andere Farḍ Kifāya ist, so wird dem was Farḍ ‘Ayn ist Vorrang gegeben.
Wenn beide entweder Farḍ ‘Ayn oder Farḍ Kifāya sind, so schauen wir zum zweiten Fall:
Die Person für die wir ein Urteil bilden. Menschen unterscheiden sich und daher unterscheidet sich auch das Urteil welches auf sie zutrifft.

[aus "Aṣ-ṣaḥwa al-islāmīya" ; Shaykh ibn 'Uṯaymīn ((raḥimahu ʾllāh)]


[1] Rufer

[2] Kollektive Pflicht

[3] Individuelle Pflicht

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Wann werden die Kuffār mit dir zufrieden sein? – Dr. ‘Abdullāh ‘Azzām

Veröffentlicht von صوت الحق am 27. Dezember 2011
Posted in: Ermahnungen und Weisheiten. Hinterlasse einen Kommentar

Wann werden die Kuffār mit dir zufrieden sein?

 

„Wann werden sie[1] dich akzeptieren? Entweder du verlässt deinen Glauben oder sie verlassen ihren Frevel[2] – und dies wird nicht passieren. Wenn sie ihren Frevel verlassen, bedeutet dies, dass sie Muslime werden und der Konflikt wird beigelegt. Und wenn du den Islām verlässt, so hast du Širk begangen.  Also geht der Konflikt weiter, (denn):

هَلْ تَنقِمُونَ مِنَّا إِلَّا أَنْ آمَنَّا بِاللَّـهِ وَمَا أُنزِلَ إِلَيْنَا وَمَا أُنزِلَ مِن قَبْلُ وَأَنَّ أَكْثَرَ‌كُمْ فَاسِقُونَ

„…grollt ihr uns nur (darum), dass wir an Allāh glauben und an das, was zu uns (als Offenbarung) herabgesandt worden ist und was zuvor herabgesandt wurde, und dass die meisten von euch Frevler sind?“
[5:59]

Also sind ihr Frevel und unser Glaube der Grund (dafür).
Wenn ihr also Amerika, Russland, England oder die Kriminellen und Ṭawāġīt in der islamischen Welt seht (und); wenn ihr seht, dass sie mit jemandem zufrieden sind, dann solltet ihr den Islām und Imān dieser Person anzweifeln. Verstanden? Dies, da Allāh eine Regel herabgesandt hat, welche sich nicht ändert und diese Regel besagt:

وَلَن تَرْ‌ضَىٰ عَنكَ الْيَهُودُ وَلَا النَّصَارَ‌ىٰ حَتَّىٰ تَتَّبِعَ مِلَّتَهُمْ

„Weder die Juden noch die Christen werden mit dir zufrieden sein, bis du ihrer Milla[3] folgst.“
[2:120]

[aus „Fī Ẓilāl Sūra at-Tawba“ ; Dr. ‘Abdullāh ‘Azzām (raḥimahu ʾllāh)]


[1] die Kuffār

[2] ihren Širk und Kufr

[3] ihrer Religion, Gesinnung, Glaubensbekenntnis

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Ġayra für den Islām ist zu einer Schwäche geworden – Dr. ‘Abdullāh ‘Azzām

Veröffentlicht von صوت الحق am 25. Dezember 2011
Posted in: Artikel. Hinterlasse einen Kommentar

Ġayra[1] für den Islām ist zu einer Schwäche geworden

„Es ist eine Katastrophe, dass dein Herz stirbt, ohne, dass du es bemerkst. Es ist, als ob du sagen würdest: ‚Yā Rabbī ! Wie oft handele ich Dir zuwider, ohne, dass Du mich dafür bestrafst.‘ Und Er (ta’ālā) antwortet: ‚Wie oft bestrafe ich dich, ohne, dass du es überhaupt merkst? Habe ich dir nicht das Leben aus deinem Herzen entzogen?‘

Der Tod des Herzens, der Mangel an Handlung nach den Texten der Šarī’a, dass dein Gesicht nicht rot wird (aus Zorn) um Allāhs Willen…das ist es. Dein Herz ist tot. Es pumpt kein Blut mehr. Tatsächlich ist dies[2] nun sogar etwas Schändliches geworden. Es ist nun tadelnswert geworden, wenn jemand Eifer hat und heftig reagiert, wenn er etwas Verdorbenes und Böses sieht. Dies wird heutzutage als eine Schwäche der vielen Schwächen betrachtet, die jemand in seinem Charakter haben kann. Die Leute werden sagen, dass du ein armer Kerl bist, der sich schnell aufbringen lässt oder, dass du heißblütig bist oder enthusiastisch oder unbedacht oder ein Fundamentalist usw.
Ja! Es ist nun etwas Tadelnswertes!

Ja und deshalb benutzen wir jetzt diese Bezeichnungen ohne zu realisieren, was wir (wirklich) sagen. Diese Person ist zu naiv, diese Person ist zu heißblütig, der ist ein Fanatiker, lässt sich schnell aufbringen und ist enthusiastisch etc.
Aber wird dieser Religion durch bloße Vernunft der Sieg gegeben oder durch Eifer und Leidenschaft? Die Vernunft sagt dir: ‚Wie kannst du dich gegen Russland stellen?‘
Mālik ibn Nabī sagte, dass der Zeigefinger von Bilāl (raḍiya ʾllāhu ʿanhu), der zum Himmel erhoben war, sagend: ‚Aḥad, Aḥad!‘[3], nicht die Stimme der Vernunft darstellte.
Vielmehr war dies die Stimme der Ergriffenheit, der Emotion, denn die Vernunft hätte ihm geraten, Umayya ibn Ḫalaf zu täuschen und dann in der Nacht zu kommen und seinen Islām bei Muḥammad (ṣallā ʾllāhu ʿalayhi wa-sallama) zu erneuern.

Einst sagte jemand zu mir: ‚Bruder, wir sollten nicht so offen mit allem sein, was wir sagen. Ich habe zwei Jahre in einem Büro gesessen, ohne, dass mein Mitarbeiter meine Denkweise kannte.‘
So sagte ich zu ihm: ‚Möge Allāh deine Angelegenheiten erleichtern. Dies bedeutet, dass du zwei Jahre lang nicht ein Wort gesprochen hast, um das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten, denn wenn du gesprochen hättest, so hätte er deine Denkweise gekannt?‘
Und er dachte auch noch, dass dies clever von ihm war….

*Der Feigling denkt, dass Feigheit Intelligenz bedeutet*
*Dies ist die Irreführung der sündhaften Seele*

[aus „Fī Ẓilāl Sūra at-Tawba“ ; Dr. ‘Abdullāh ‘Azzām (raḥimahu ʾllāh)]


[1] Eifersucht

[2] die Eifersucht für Allāh

[3] „(Er ist) Einer, (Er ist) Einer!“ ; meinend, dass Allāh nur einer ist und keine Teilhaber hat

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„Doch wahrlich, Allāhs Sieg ist nah!“ – Shaykh Sulaymān bin Nāṣir al-‘Alwān

Veröffentlicht von صوت الحق am 23. Dezember 2011
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ألا إن نصر الله قريب
„Doch wahrlich, Allāhs Sieg ist nah!“

Shaykh Sulaymān bin Nāṣir al-‘Alwān
(ḥafiẓahu ʾllāh)


>>>DOWNLOAD<<<

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Die Stufen des Ǧihād – Ibn al-Qayyim

Veröffentlicht von صوت الحق am 21. Dezember 2011
Posted in: Artikel. Hinterlasse einen Kommentar

Die Stufen des Ǧihād – Ibn al-Qayyim

Der Ǧihād hat vier Stufen:

(1) Der Ǧihād an-Nafs[1]

Dieser ist ebenso in vier Stufen unterteilt:

  1. Es (das Ego) zu bekämpfen, indem man die Richtlinien (der Religion) erlernt.
  2. Es zu bekämpfen, indem man nach den Richtlinien handelt, nachdem man sie erlernt hat.
  3. Es zu bekämpfen, indem man die Menschen zu den Richtlinien ruft,  denn tut man dies nicht, ist man einer von denen, die das verstecken, was Allāh offenbart hat.
  4. Dass man (all) dies in geduldiger Beharrlichkeit tut, (auch) im Angesicht der Prüfungen, die jemanden ereilen, welcher zu Allāh ruft und, dass man all dies für Allāh erträgt.

Wenn all diese vier (Stufen) erfüllt sind, so ist derjenige einer der Rabbāniyyūn[2], da die Salaf darüber übereinstimmen, dass ein Gelehrter nicht von den Rabbāniyyūn ist, bis er die Wahrheit erkennt, nach ihr handelt und sie lehrt.

(2) Der Ǧihād gegen den Šayṭān

Dieser ist in zwei Stufen unterteilt:

  1. Ihn (den Šayṭān) zu bekämpfen, indem man die Zweifel, die einen (bezüglich der Religion) befallen zurückweist.
  2. Indem man die Gelüste, die einen bestürmen abwehrt.

Das Erste geschieht mit der Waffe der Überzeugung und das Zweite mit der Waffe der Standhaftigkeit.

Allāh (subḥānahu wa-taʿālā) sagt:

وَجَعَلْنَا مِنْهُمْ أَئِمَّةً يَهْدُونَ بِأَمْرِ‌نَا لَمَّا صَبَرُ‌وا ۖ وَكَانُوا بِآيَاتِنَا يُوقِنُونَ

“Und Wir bestellten unter ihnen Vorbilder, die (sie) nach Unserem Befehl leiteten, als sie sich standhaft gezeigt hatten und von Unseren Zeichen überzeugt waren.”
[32:24]

(3) Der Ǧihād gegen die Kuffār und die Munafiqīn

Dieser hat vier Stufen:

1. Mit dem Herzen
2. Mit der Zunge (durch predigen)
3. Mit dem eigenen Besitz (durch spenden)
4. Mit dem Körper (durch kämpfen)

 Und der Ǧihād gegen die Kuffār ist hauptsächlich mit der Hand (d.h kämpfen) und der Ǧihād gegen die Munafiqīn hauptsächlich mit der Zunge.

(4) Ǧihād gegen die Verursacher der Ungerechtigkeit, der Erneuerungen & der üblen Taten

Dieser hat drei Stufen:

1. Mit der Hand, wenn man dazu in der Lage ist. Wenn nicht, dann geht man zur zweiten Stufe über.
2. Mit der Zunge, wenn man dazu in der Lage ist. Kann man dies nicht, so bleibt die dritte Stufe.
3. Mit dem Herzen (indem man all dies hasst) .

Dies waren dreizehn Stufen des Ǧihād und

من مات ولم يغز ولم يحدث به نفسه مات على شعبة من نفاق

“Wer stirbt ohne (auf Allāhs Weg) gekämpft zu haben und ohne ein Verlangen für den Kampf (Ǧihād), der stirbt auf einem Zweig des Nifāq (der Heuchelei).”
[Muslim, Abū Dāwūd, an-Nasā'ī]

Und der Ǧihād ist nicht vollständig ohne die Hiǧra und ebenso sind die Hiǧra und der Ǧihād nicht vollständig, ohne den Imān. Und diejenigen, die auf Allāhs Barmherzigkeit hoffen, sind diejenigen, die diese drei Dinge (Imān, Hiǧra, Ǧihād) praktizieren.

Allāh (subḥānahu wa-taʿālā) sagt:

إِنَّ الَّذِينَ آمَنُوا وَالَّذِينَ هَاجَرُ‌وا وَجَاهَدُوا فِي سَبِيلِ اللَّـهِ أُولَـٰئِكَ يَرْ‌جُونَ رَ‌حْمَتَ اللَّـهِ ۚ وَاللَّـهُ غَفُورٌ‌ رَّ‌حِيمٌ

Diejenigen (aber), die glauben, und diejenigen, die auswandern und auf Allāhs Weg Ǧihād führen, sie hoffen auf Allāhs Erbarmen. Allāhs ist Allvergebend und Barmherzig.
[2:218]

Und genauso wie der Imān für jeden einzelnen verpflichtend ist, so sind zwei Hiǧras für ihn zu jeder Zeit verpflichtend:

Erstens: Seine Hiǧra zu Allāh (subḥānahu wa-taʿālā) mit Tawḥīd, Iḫlāṣ, aufrichtigem Bedauern, Vertrauen auf Ihn und Furcht vor Ihm, Hoffnung, Liebe und Reue.
Zweitens: Seine Hiǧra zu Allāhs Gesandtem (ṣallā ʾllāhu ʿalayhi wa-sallama) mit Folgsamkeit, Ergebung unter seinen Befehl, der Bestätigung seiner Botschaft und dem Vorziehen seines Befehls und seiner Botschaft vor
(jeglichem)  anderen (an Befehlen und Botschaften).

فمن كانت هجرته إلى الله ورسوله ، فهجرته إلى الله ورسوله ، ومن كانت هجرته لدنيا يصيبها ، أو امرأة ينكحها ، فهجرته إلى ما هاجر إليه

“Wer also seine Hiǧra um Allāhs und Seines Gesandten Willen unternimmt, dessen Hiǧra ist für Allāh und Seinen Gesandten, und wer seine Hiǧra des irdischen Lebens Willen unternimmt, es zu erlangen, oder wegen einer Frau, um sie zu heiraten, dessen Hiǧra ist für das, um dessentwegen er auswandert.”
[al-Arba'ūna an-Nawawīya, Ḥadīṯ 1]

Der Ǧihād an-Nafs und der Jihād gegen den Šayṭān sind für jeden stets Farḍ ‘Ayn[3] und niemand kann dies einem anderen abnehmen.
Was den Ǧihād gegen die Kuffār und die Munafiqīn betrifft, so kann es sein, dass es ausreichend ist, wenn (lediglich) einige aus der Umma am Ǧihād teilnehmen. [4]

[aus "Muḫtṣar Zād al-Ma'ād" und " زاد المعاد في هدي خير العباد "; Ibn al-Qayyim]

————————————————————————————————————————————–

[1] Gegen das eigene Ego
[2]
Rabbāniyyūn: Die gelehrten Männer in der Religion, welche das praktizieren, was sie wissen und dies anderen beibringen.
[3]  individuelle Pflicht
[4] Dies gilt wenn der Jihād Farḍ Kifāya ist, d.h. eine kollektive Pflicht, die, wenn ihr von einigen nachgekommen wird, für die anderen nicht mehr als Pflicht gilt. Dies ist jedoch heutzutage nicht da Fall, aufgrund der
individuellen Pflicht bezüglich des Ǧihād.

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‘Abdullāh ibn al-Mubārak – Ein lehrreiches Beispiel für al-Iḫlāṣ (die Aufrichtigkeit)

Veröffentlicht von صوت الحق am 20. Dezember 2011
Posted in: Ermahnungen und Weisheiten. Hinterlasse einen Kommentar

‘Abdullāh ibn al-Mubārak – Ein lehrreiches Beispiel für al-Iḫlāṣ (die Aufrichtigkeit)

Alles Lob gebührt Allāh, der die islamische Geschichte mit vielen Muḫliṣīn segnete und uns somit ein Licht und ein Beispiel aus ihren edlen Lebensgeschichten gab. An der Spitze aller Muḫliṣīn stehen die Propheten und an der Spitze dieser, unser edler Prophet Muḥammad (ṣallā ʾllāhu ʿalayhi wa-sallama). Nach ihnen kommen zweiffellos die Gefährten der Propheten, welche durch ihren Iḫlāṣ Gebiete eroberten und somit den Islām verbreiteten und in jedes Haus eingehen ließen. Auf diese folgten die  Tābi‘ūn und dann die Tābi’ Tābi‘ūn.

Und eins der leuchtendsten Beispiele liefert der Tābi‘i  ‘Abdullāh ibn al-Mubārak (raḥimahu ʾllāh), der seine guten Taten stets zu verstecken vermochte und es ihn jedes Mal schmerzte, wenn seine guten Taten von seinen Gefährten gesichtet wurden, da er ar-Riyā (die Augendienerei) sehr fürchtete und ebenso das Lob der Menschen. Es gibt unzählige Beispiele seines Iḫlāṣ, aus denen wir Lehren ziehen können.

Ein schönes Beispiel wird von ‘Abda ibn Sulaymān überliefert:

————————————————————————————————————————————————————————————–

“Wir gehörten einer Armee an, die gegen die Byzantiner ausrückte und der Kommandantschaft von ‘Abdullāh ibn al-Mubārak unterlag. Als wir nun die Feinde trafen und die beiden Armeen sich gegenüberstanden, stand einer aus der Armee des Feindes auf und forderte ein Einzelduell (mit einem von uns). Es trat ein Muslim von uns vor und sie kämpften eine Stunde lang, bis der Muslim den Byzantiner schließlich tötete. Als dann erneut einer unter den Byzantinern auftauchte, um die Muslime herauszufordern, stürtzte sich der Muslim auch auf diesen und tötete ihn. Darauf folgte ein dritter, den er nach einer kurzen Verfolgung tötete. Die Gefährten gingen in Richtung dieses Mannes, um zu sehen wer er war, aber er verdeckte sein Gesicht so sehr, dass man ihn nicht erkennen konnte.

‘Ubayda fügt hinzu: “Ich war einer von denen, die losgingen um zu schauen wer er war und zog an (seinem) Ärmel womit er versuchte sein Gesicht zu bedecken und schaute ihm (dann) ins Gesicht. Es war ‘Abdullāh ibn al-Mubārak. Ibn al- Mubārak sagte zu ‘Ubayda, welcher sein Gesicht – und somit ihn (‘Abdullāh ) – entblößt hatte , tadelnd (und traurig):
” Ya Abā ‘Umar! Du gehörtst zu denen, die mich enthüllten!”

[aus "Silsilatu A'māl al-Qulūb" von Muḥammad Ṣāliḥ al-Munaǧǧid]

————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————-

Und wie schwerwiegend war dieses Enthüllen seines Gesichtes für ‘Abdullāh ibn al-Mubārak (raḥimahu ʾllāh). Denn das Wesentliche, was durch die Enthüllung des Gesichtes enthüllt wurde, waren seine Taten, die er nur zwischen sich und Allāh (subḥānahu wa-taʿālā) halten wollte. Fragen wir uns selbst, ob wir uns der Bedeutung und Wichtigkeit von al-Iḫlāṣ bewusst sind und denken wir über die folgenden Worte des edlen Shaykh Ṣāliḥ al-Munaǧǧid (ḥafiẓahu ʾllāhu) nach:

“Iḫlāṣ ist die Essenz und der Geist aller ‘Ibadāt und der Grund für die Akzeptanz oder Verwerfung unserer Taten. Es ist in keinster Weise eine kleine Angelegenheit, sondern im Gegenteil, ein Grund für das Paradies oder die Hölle. [...] Der Iḫlāṣ führt uns automatisch ins Paradies, wohingegen die Unaufrichtigkeit in unseren ‘Ibadāt uns in die Hölle führt.”

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Die Liebe für das Gebet

Veröffentlicht von صوت الحق am 20. Dezember 2011
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Die Liebe für das Gebet

Es wird von Ǧābir (raḍiya ʾllāhu ʿanhu) überliefert, dass er sagte:

“Wir brachen mit dem Gesandten Allāhs (ṣallā ʾllāhu ʿalayhi wa-sallama) zur Schlacht von  ḏāt ar-riqā’ auf, als ein Pfeil eine Frau von den Männern der Mušrikīn traf. Der Mann dieser Frau sah den Gesandten Allāhs (ṣallā ʾllāhu ʿalayhi wa-sallama) bei unserer Rückkehr (von der Schlacht)  und schwor sich nicht zurückzukkehren, bevor er das Blut eines Gefährten Muḥammads  (ṣallā ʾllāhu ʿalayhi wa-sallama) vergossen hätte. Er ging los und nahm die Spur des Propheten (ṣallā ʾllāhu ʿalayhi wa-sallama) auf.

Der Prophet (ṣallā ʾllāhu ʿalayhi wa-sallama) ließ sich an einem Ort nieder und sagte:

“Wer wird heute Nacht über uns wachen?” Ein Mann unter den Muhāǧirīn und ein Mann unter den Anṣār sagten: “Wir, oh Gesandter Allāhs!”

Der Gesandte Allāhs (ṣallā ʾllāhu ʿalayhi wa-sallama) sagte zu ihnen:

„Haltet euch am Eingang des Tals auf“ und sie liefen zum Tal hinunter.

Als die beiden Männer nun am Eingang des Tals ankamen, sagte derjenige von den Anṣār zu dem der Muhāǧirīn:

“In welchem Teil der Nacht ist dir die Wache am liebsten? Dem ersten Teil oder dem letzten Teil?”

Dieser antwortete ihm:

“Halte für mich Wache im ersten Teil (der Nacht)” und legte sich daraufhin hin und schlief ein. Der Mann von den Anṣār stand auf und fing an zu beten. Als nun der Mušrik ankam, welcher sie verfolgte und den Schatten des Wächters sah, verstand er, dass dies der Aufseher war. Er schoss einen Pfeil ab und traf ihn. Der Aufseher (welcher sich im Qiyām befand) zog den Pfeil heraus, ließ ihn auf den Boden fallen und betete weiter. Als der Mušrik nun ein zweiten Pfeil abschoss und dieser ihn auch traf, zog er ihn wieder heraus und stand weiterhin im Gebet. Der Mušrik schoss nun den dritten Pfeil ab und der Aufseher zog diesen ebenfalls heraus und beugte sich zum Rukūʿ und warf sich anschließend zum Suǧūd nieder und weckte danach seinen Gefährten. “Bleib sitzen!… Ich bin verletzt” sagte er zu ihm. Sein Gefährte sprang auf und als der Mušrik sie beide so sah, fürchtete er erkannt zu werden und flüchtete.

Als der Muhāǧir nun das Blut des Mannes von den Anṣār sah, sagte er:

“Subḥana ‘llāh! Warum hast du mich nicht geweckt als dich der erste Pfeil traf ?”

Er antwortete ihm:

“Ich rezitierte grade eine Sūra und wollte sie nicht unterbrechen, bis ich mit ihr fertig bin. Als ich dann mehrmals getroffen wurde, beugte ich mich zum Rukūʿ und weckte dich. Ich schwöre bei Allāh, hätte ich nicht Angst um den Eingang des Tals gehabt, welchen der Gesandte Allāhs (ṣallā ʾllāhu ʿalayhi wa-sallama) befahl zu schützen, so hätte ich die Sūra bis zum Ende rezitiert oder meine Stimme wäre erloschen (d.h. “ich wäre gestorben”). “

[aus "Kitāb al-ǧihād" ; ‘Abdullāh ibn al-Mubārak]

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Zehn nutzlose Angelegenheiten

Veröffentlicht von صوت الحق am 19. Dezember 2011
Posted in: Ermahnungen und Weisheiten. Hinterlasse einen Kommentar

Zehn nutzlose Angelegenheiten

Ibn al-Qayyim  (raḥimahuʾllāh) sagte:

Es gibt 10 nutzlose Angelegenheiten:

  1. Wissen nach dem nicht gehandelt wird.
  2. Eine Tat die weder aufrichtig verrichtet wird, noch nach dem Vorbild der Rechtschaffenen.
  3. Geld das gehortet wird und der Besitzer erfreut sich weder daran während seines Lebens, noch erhält er irgendeinen Lohn dafür im Jenseits.
  4. Ein Herz das leer ist und weder Liebe für Allāh hat, noch Sehnsucht und es Ihm (auch) nicht nah sein will.
  5. Ein Körper, der Allāh nicht gehorcht und Ihm nicht dient.
  6. Allāh zu „lieben“ ohne seinen Befehlen zu folgen oder Seinen Wohlgefallen zu erstreben.
  7. Zeit , die nicht dafür genutzt wird um für Sünden zu büßen oder Gelegenheiten zu ergreifen Gutes zu tun.
  8. Ein Verstand der über Nutzloses nachdenkt.
  9. Mit denjenigen zu sein, die einen weder näher zu Allāh bringen, noch ein Nutzen im Leben sind.
  10. Das Hoffen und Fürchten von jemandem, der unter der Herrschaft Allāhs ist und in Seiner Hand und der keine Macht hat, sich Gutes oder Schlechtes zu bestimmen, den Tod herbeizuführen, das Leben oder sich selbst aufzuerwecken.

Die gewaltigsten der Angelegenheiten sind jedoch das Vergeuden des Herzens und das Vergeuden der Zeit.
Das Vergeuden des Herzens findet statt, indem man das diesseitige Leben dem Jenseits vorzieht und das Vergeuden der Zeit findet statt, indem man unaufhörliche Erwartungen hat.Der Untergang ereignet sich durch das Folgen der Gelüste und dem Hegen von permanenten Erwartungen, wo doch alles Gute im Befolgen des richtigen Weges liegt und sich selbst vorzubereiten, Allāh zu treffen.

Wie merkwürdig ist es, dass wenn ein Diener Allāhs ein Problem hat, er Allāhs Hilfe ersucht, doch er bittet Allāh nie sein Herz zu heilen, bevor es aus Unwissenheit, Nachlässigkeit, dem Folgen der eigenen Gelüste und der Beteiligung an Erneuerungen stirbt. Wahrlich, wenn das Herz stirbt, so wird er niemals die Bedeutung oder die Auswirkungen seiner Sünden spüren.

[aus "al-Fawā'id" ;Ibn al-Qayyim]

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Das Vermischen mit den Kuffār löscht den Glaubenseifer aus

Veröffentlicht von صوت الحق am 18. Dezember 2011
Posted in: Fatāwā. Hinterlasse einen Kommentar

Das Vermischen mit den Kuffār löscht den Glaubenseifer aus

Frage:

Ich lebe in Jordanien in einem Haus, welches hauptsächlich von christlichen Brüdern bewohnt ist und wir essen und trinken zusammen. Ist mein Gebet ungültig und ist mein Wohnen mit ihnen erlaubt?

Antwort:

Bevor ich deine Frage beantworte, möchte ich etwas klarstellen: Ich hoffe, dass es ein Ausrutscher der Zunge war, als du sagtest: “Ich lebe mit christlichen Brüdern…”, denn es gibt absolut keine Brüderlichkeit zwischen Muslimen und Christen. Brüderlichkeit liegt im Glauben und Allāh (subḥānahu wa-taʿālā) sagt:

إِنَّمَا الْمُؤْمِنُونَ إِخْوَةٌ

“Die Gläubigen sind doch Brüder…”
[49:10]

Wenn also Blutsbande durch religiöse Unterschiede aufgehoben werden, wie kann dann Bruderschaft beteuert werden, wenn ein Unterschied in den Religionen besteht und es keine Familienbande gibt?
Allāh (subḥānahu wa-taʿālā) sagte über Nuḥ (ʿalayhi ʾs-salām) und seinen Sohn, als Nuḥ (ʿalayhi ʾs-salām) sagte:

رَ‌بِّ إِنَّ ابْنِي مِنْ أَهْلِي وَإِنَّ وَعْدَكَ الْحَقُّ وَأَنتَ أَحْكَمُ الْحَاكِمِينَ قَالَ يَا نُوحُ إِنَّهُ لَيْسَ مِنْ أَهْلِكَ ۖ إِنَّهُ عَمَلٌ غَيْرُ‌ صَالِحٍ

“Mein Herr, mein Sohn gehört zu meinen Angehörigen, und Dein Versprechen ist die Wahrheit, und Du bist der Weiseste derer, die richten. Er sagte: “O Nuḥ, er gehört nicht zu deinen Angehörigen. Er ist eine Tat, die nicht rechtschaffen ist.”
[11:45-46]

Deswegen gibt es absolut keine Brüderlichkeit zwischen einem Muslim und einem Kāfir. Ja es ist für den Muslim sogar verpflichtend den Kāfir nicht als Freund zu nehmen, so wie Allāh (subḥānahu wa-taʿālā) sagt:

يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا لَا تَتَّخِذُوا عَدُوِّي وَعَدُوَّكُمْ أَوْلِيَاءَ تُلْقُونَ إِلَيْهِم بِالْمَوَدَّةِ وَقَدْ كَفَرُ‌وا بِمَا جَاءَكُم مِّنَ الْحَقِّ

“O die ihr glaubt, nehmt nicht Meine Feinde und eure Feinde zu Awliyā’, indem ihr ihnen Zuneigung entgegenbringt, wo sie doch das verleugnen, was von der Wahrheit zu euch gekommen ist,”
[60:1]

Und wer sind die Feinde Allāhs? Die Feinde Allāhs sind die Kuffār. Allāh (subḥānahu wa-taʿālā) sagt:

يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا لَا تَتَّخِذُوا الْيَهُودَ وَالنَّصَارَ‌ىٰ أَوْلِيَاءَ ۘ بَعْضُهُمْ أَوْلِيَاءُ بَعْضٍ ۚ وَمَن يَتَوَلَّهُم مِّنكُمْ فَإِنَّهُ مِنْهُمْ ۗ إِنَّ اللَّـهَ لَا يَهْدِي الْقَوْمَ الظَّالِمِينَ

“O die ihr glaubt, nehmt nicht die Juden und die Christen zu Awliyā’! Sie sind einer des anderen Awliyā’. Und wer von euch sie zu Awliyā’ nimmt, der gehört zu ihnen. Gewiß, Allāh leitet das ungerechte Volk nicht recht.”
[5:51]

Also ist es dem Muslim nicht erlaubt den Kāfir – von welcher Sorte der Kuffār  auch immer, seien es Christen, Juden, Feueranbeter oder Apostaten – als Bruder zu bezeichnen, also hüte dich davor mein Bruder, solche Formulierungen zu benutzen.

Was die Antwort auf deine Frage angeht, so sage ich:

Es ist unumgänglich das Vermischen mit den Kuffār zu vermeiden, da das Vermischen mit ihnen den Verlust des eigenen Glaubenseifers im Herzen mit sich bringt und es sogar zu Zuneigung und Liebe ihnen gegenüber führen kann.  Allāh (subḥānahu wa-taʿālā) sagt:

لَّا تَجِدُ قَوْمًا يُؤْمِنُونَ بِاللَّـهِ وَالْيَوْمِ الْآخِرِ‌ يُوَادُّونَ مَنْ حَادَّ اللَّـهَ وَرَ‌سُولَهُ وَلَوْ كَانُوا آبَاءَهُمْ أَوْ أَبْنَاءَهُمْ أَوْ إِخْوَانَهُمْ أَوْ عَشِيرَ‌تَهُمْ ۚ أُولَـٰئِكَ كَتَبَ فِي قُلُوبِهِمُ الْإِيمَانَ وَأَيَّدَهُم بِرُ‌وحٍ مِّنْهُ ۖ وَيُدْخِلُهُمْ جَنَّاتٍ تَجْرِ‌ي مِن تَحْتِهَا الْأَنْهَارُ‌ خَالِدِينَ فِيهَا ۚ رَ‌ضِيَ اللَّـهُ عَنْهُمْ وَرَ‌ضُوا عَنْهُ ۚ أُولَـٰئِكَ حِزْبُ اللَّـهِ ۚ أَلَا إِنَّ حِزْبَ اللَّـهِ هُمُ الْمُفْلِحُونَ

“Du findest keine Leute, die an Allāh und den Jüngsten Tag glauben und denjenigen Zuneigung zeigen, die Allāh und Seinem Gesandten zuwiderhandeln, auch wenn diese ihre Väter wären oder ihre Söhne oder ihre Brüder oder ihre Sippenmitglieder. Jene – in ihre Herzen hat Er den Glauben geschrieben und sie mit Geist von Sich gestärkt. Er wird sie in Gärten eingehen lassen, durcheilt von Bächen, ewig darin zu bleiben. Allāh hat Wohlgefallen an ihnen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm. Jene sind Allāhs Gruppierung. Wahrlich, Allāhs Gruppierung ist die erfolgreiche.”
[58:22]

Shaykh ibn Ǧibrīn (raḥimahu ʾllāh)

[aus "Fatāwā Islāmīya", Band I ; Darussalam]

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Imām Sufyān aṯ-Ṯawrī’s Einstellung gegenüber Wachmännern/Soldaten und anderen Ergebenen des Herrschers

Veröffentlicht von صوت الحق am 17. Dezember 2011
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Imām Sufyān aṯ-Ṯawrī’s Einstellung gegenüber Wachmännern/Soldaten und anderen Ergebenen des Herrschers

Imām Sufyān (raḥimahuʾllāh) hatte eine sehr niedrige Meinung von jenen, deren Auftrag es war, den Regeln des Herrschers körperlich Geltung zu verschaffen, (da) solche Leute dabei halfen, ungerechte und tyrannische Gesetze voranzutreiben. Es war ihre Aufgabe Menschen auszupeitschen und zu foltern, die gegen die Regierung sprachen und andere dreckige Arbeiten, im Auftrag der Statthalter und Kalifen, durchzuführen. Kurz gesagt waren sie – die Wachmänner, Soldaten und Henker, etc. – Werkzeuge, die die Herrscher benutzten um ihre ungerechten Regeln auszuführen.
Daher ist es nicht überraschend, dass Sufyān sie so sehr ablehnte.

Ibn Nāfa’ī al-Kinānī sagte: „ Eines Nachts waren wir mit Sufyān aṯ-Ṯawrī (raḥimahuʾllāh), als wir ein Feuer in der Ferne sahen. Er fragte: ‚Was ist das?‘ Ich sagte: ‚Es ist das Feuer der Wachmänner.‘ Sufyān sagte: ‚Führe uns einen anderen Weg, denn es ist besser, dass wir nicht aus dem Licht solcher Leute Nutzen ziehen.‘“

Al-Muḥabbar ibn Qaḥḏam überliefert, dass er mit Sufyān aṯ-Ṯawrī (raḥimahuʾllāh) war, als die beiden an einem Wachmann vorbeikamen, der schlief. Es war beinahe Zeit für das Gebet und so machte al-Muḥabbar eine Bewegung um den Wachmann sanft anzustoßen, um ihn für das Gebet zu wecken. Sufyān rief aus: „Sei still (und berühre ihn nicht)!“ Al-Muḥabbar sagte: „ Yā Abā ‘Abdillāh, ich möchte ihn aufwecken, so dass er beten kann.“
Sufyān sagte: „Lass ihn… Die Menschen waren nicht in der Lage zu ruhen und in Frieden zu sein, bis dieser Mann einschlief.“

Al-Ašǧa’ī berichtete, dass, als er über Wachmänner und ihresgleichen sprach, Sufyān aṯ-Ṯawrī (raḥimahuʾllāh) sagte: „Wenn einer dieser Leute euch nach einer Richtung fragt (um irgendwo hinzugehen), dann sagt ihnen nicht den Weg.“

Sufyān hasste Wachmänner aufgrund ihrer Übertretungen gegen unschuldige Menschen. Er hasste sie so sehr, dass, wenn einer von ihnen durch schwere Zeiten ging, er sich erfreute und Gefallen an ihrem Elend fand. Als Sufyān einst in Baġdād war, sah er einen alten Mann, der in seinen jungen Jahren ein Henker war. Auf seine alten Tage wurde dieser arm und blind und lief durch die Straßen, die Leute um Geld anbettelnd.
Sufyān nahm ein Stück Brot und gab es ihm und sagte dann:
„Dies ist kein Almosen, das ich dir gebe, nein, ich finde (nur) Gefallen an deinem Elend!“

[aus „The biography of Sufyān aṯ-Ṯawrī/سيرة الامام سفيان الثوري " ; Darussalam]

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Dies war die Einstellung eines der größten A’imma unseres Dīn bezüglich der Soldaten, Wachmänner und Ergebenen der Herrscher der damaligen Zeit .

Wie groß ist dennoch der Unterschied zwischen den Ergebenen der ungerechten Herrscher der damaligen Zeit und den Soldaten der Ṭawāġīt von heute!
Wie also würden die Salaf und die Rechtschaffenen nach ihnen über die Soldaten, Polizisten, Handlanger und Ergebenen der Herrscher, der Ṭawāġīt, der heutigen Zeit sprechen und denken?
Über diejenigen Unterstützer derer, welche Allāhs Gesetze vollkommen hinter ihre Rücken geworfen haben, den Islām und die Muslime bekämpfen, einsperren, foltern, erniedrigen, vergewaltigen und töten.
Und wie wäre die Einstellung unserer elden Salaf und ihrer Nachfolger gegenüber über denjenigen, die diese Herrscher und ihre Handlanger verteidigen und sogar loben und preisen?
O Diener Allāhs, denkt darüber nach und lasst euch dadurch ermahnen!

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